PeerClock Metronome v1.0 veröffentlicht: P2P-synchronisiertes Metronom für Apple-Geräte

Es ist draußen

PeerClock Metronome v1.0 ist seit heute im App Store. Es ist ein Metronom, das beliebig viele iPhones und iPads im selben WLAN auf etwa ±2 ms genau synchron tickt. Kein Server dazwischen, kein Master-Gerät, kein Internet. Nur die Geräte, die im Raum stehen.

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Warum ich es gebaut habe

Wer schon mal mit einer Band geprobt hat, in der alle In-Ears tragen, kennt das. Jeder hört einen Klick. Es ist nur eben nicht derselbe Klick. Ein paar Millisekunden Drift zwischen den Geräten reichen, damit ein eng gespieltes Ensemble lasch klingt, und das Ärgerlichste ist: keiner weiß, wer es eigentlich verbockt.

Ich wollte ein Metronom, bei dem alle Geräte die gleiche Vorstellung von „jetzt“ haben. Nicht im Schlag, nicht im Tick. Auf ±2 ms genau. Das liegt deutlich unter dem, was ein Mensch noch als zwei Geräusche trennen kann, also fallen Klick, Bildschirm-Blink und Dirigierlinie auf jedem Gerät im selben Moment.

Wodurch es anders ist

Peer-to-Peer, kein Master/Slave

Es gibt kein Hauptgerät. Jedes iPhone und iPad steigt als gleichberechtigter Peer ein. Nimm dein Gerät und geh weg, gib eins mitten in der Probe an einen neuen Spieler weiter, beende die App auf einem Gerät komplett: Der Rest tickt weiter im Gleichtakt. Nichts wird neu gewählt, neu gepairt oder neu gestartet.

±2 ms über WLAN, ohne Server

Die Synchronisation läuft komplett über dein lokales WLAN. Unter der Haube ist das ein NTP-artiger 4-Timestamp-Austausch, 40 Messungen pro Zyklus, und die lautere Hälfte fliegt raus. Nichts verlässt den Raum. Kein Konto, keine Cloud, auch keine Analytics, um die ich mich kümmern müsste.

Automatische Erkennung

App auf jedem Gerät öffnen. Innerhalb weniger Sekunden finden sie sich über Bonjour. Keine IP-Adresse eintippen, kein QR-Code, kein Pairing-Bildschirm.

Eine Dirigierlinie, der man tatsächlich folgen kann

Für jede Taktart läuft eine kleine animierte Linie das klassische Dirigiermuster ab: Down-Up bei 2/4, das Dreieck bei 3/4, das Kreuz bei 4/4 und so weiter. Ein visueller Klick. In der Konstellation „Drummer mit Kopfhörern, Sänger ohne“ war das wichtiger, als ich gedacht hätte.

Taktarten

4/4, 3/4, 4/8, 3/8, 6/8, 9/8, 12/8.

BPM-Änderungen live

Drehst du auf einem Gerät am Tempo, ziehen die anderen sofort mit. Diesen Moment, in dem man hört, wie etwas „aufholt“, gibt es nicht.


Für wen das ist

  • Bands und Ensembles, die mit mehreren In-Ear-Monitoren proben
  • Drumlines, Schlagwerksätze und Chöre, die einen gemeinsamen visuellen Klick brauchen
  • Musiklehrkräfte mit Gruppenunterricht, bei dem alle denselben Beat brauchen
  • Live-Performer, die auf einem zweiten Gerät einen Backup-Klick haben wollen, ohne noch ein Kabel mitzuschleppen

Auf PeerClock gebaut

Das ist die erste App, die ich auf PeerClock veröffentlicht habe. PeerClock ist die Open-Source-Swift-Bibliothek, die ich für peer-gleiche P2P-Clock-Synchronisation auf Apple-Geräten geschrieben habe. Wenn dich der Sync-Motor interessiert, oder wenn du damit etwas baust, das kein Metronom ist: Der Quellcode liegt auf GitHub.

Voraussetzungen

  • iOS 17.0 oder neuer
  • iPhone oder iPad im selben lokalen WLAN

Ausprobieren

Laden, auf zwei Geräten im selben WLAN öffnen, auf einem davon Start drücken. Das ist der ganze Ablauf.

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Wenn was kaputtgeht oder dir ein Feature fehlt, das ich noch nicht eingebaut habe, schreib mir an hirose@hakaru.net. Ich lese alles.